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Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
 
LEISTUNGS- UND QUALITÄTSBESCHREIBUNG
 
TEIL  A - TRÄGER
 
Der White Unicorn – Verein zur Entwicklung eines autistenfreundlichen Umfeldes e. V. wurde 2015 als Interessenverband von Autisten gegründet, nach UN-Vorgaben mit bestehender 2/3 Mehrheit an Autisten in Abstimmungsprozessen und Vorstandszusammensetzung und arbeitet als eingetragener, gemeinnütziger Verein. Im Amtsgericht Charlottenburg sind die Registereinträge unter der Nummer VR34973B verzeichnet. Der Verein dient der Entwicklung eines autistenfreundlichen Umfeldes und hat das Ziel, Inklusion für Autisten in allen Lebensbereichen umzusetzen. Aufgrund der zunehmenden Pathologisierung und Stigmatisierung von Autisten, sieht es der Verein als dringend notwendig an, dieser durch entsprechende Angebote entgegenzuwirken. 
 
TEIL B - EINRICHTUNG / DIENSTE
 
1. Art des Dienstes gesetzliche Grundlagen
  • Wohlfahrt

    Der Verein ist nach der Abgabenordnung § 52 Gemeinnützige Zwecke tätig. Entsprechend qualifizierte Mitglieder des Vereins erbringen diese Leistungen im Sinne der Tätigkeit als Interessenvertreter von Autisten. Die Anleitung, Beratung und Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Personen nach § 73 ist gewährleistet. Kinder und Jugendliche Autisten haben aufgrund der beständigen Bedrohung durch Barrierelast behindert zu werden, Anspruch auf eine spezifische Hilfe.
     
  • Kinder- und Jugendhilfe: Ambulante Pädagogische Leistung

    Im Sinne des SGBVIII § 78 kooperiert White Unicorn e. V. als Freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe nach § 75 mit einem Spitzenverbandes des Wohlfahrtswesens (AWO) und ist um die Abstimmung und Ergänzung innerhalb der Arbeitsgemeinschaften bestrebt. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch Leistungen und Hilfen insbesondere für autistische Kinder und Jugendliche nach dem SGB VIII, zukünftig §§ 27, 30, 31 sowie bereits jetzt auf der Grundlage des § 35a. Der Verein arbeitet sozialraumorientiert sowie nach dem Prinzip der Lebensweltorientierung. Somit wird die Verwendung von Hilfsmitteln unterstützt (Telepräsenzsystem, Führhund, Fernschulmaterial...). Der Verein bietet pädagogische Begleitung in Form von Projekten an, die für Familien und deren Kinder kostenlos sind, die zum Teil auf Spenden und Ehrenamt basieren. Der Ausbau zum Erbringen von ambulanter pädagogischer, sowie therapeutischer Angebote erfolgt, wofür entsprechende Einzelvereinbarungen sowie Trägerverträge nach den Rahmenvereinbarungen.
     
  • Bildung, Erziehung: Entwicklung von Hilfsmitteln sowie einer barrieren-regulierbaren Pädagogischen Architektur

    Das Ziel im schulischen Bereich ist es den autistischen Kindern die unter behindernden Umständen leben durch die Gewährung von Hilfsmitteln sowie einer barrieren-regulierbaren pädagogischen Architektur möglich einen erfolgreichen Schulbesuch zu ermöglichen. Unter anderem Hierdurch wird es möglich das Recht auf Bildung und Erziehung gemäß §2 Schulgesetz zu sichern. Die Verwaltungsvorschriften der jeweiligen Länder werden berücksichtigt. Hierfür können Trägerverträge nach Rahmenvereinbarung zur Ergänzenden Förderung und Betreuung sowie die Rahmenvereinbarung ergänzende schulische Hilfe und Pflege eine Grundlage bilden, ebenso wie Einzelvereinbarungen mit den jeweiligen Behörden. Derzeit führt der Verein das Pilotprojekt Fernschule/Bewegtes Lernen durch, zur Evaluierung des begleiteten und ZFU-zertifizierten Hilfsmittels "Fernschulmaterial".
     
  • Forschung Wissenschaft

    Die Entwicklung eines autistenfreundlichen Umfeldes wird wissenschaftlich begleitet, auch durch Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Hierbei werden praktisch relevante Arbeitshypothesen wissenschaftlich überprüft und erforscht, sowie als Bildungs- und Erziehungsträger das hiermit generierte Wissen veröffentlicht.
2. Rahmenbedingungen inkl. Gesamtplatzzahl
 
Die Inhalte der Hilfen orientieren sich immer an den Grundsätzen einer inklusiven Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft im Sinne einer Reduzierung von Barrierelast und des Erreichens eines sogenannten Ruhezustandes, der bedingt, dass autistische Kinder Resilienz entwickeln können. Dabei ist jedoch individuell zu berücksichtigen, wie hoch der Unterstützungsbedarf des Kindes, seiner Familie und seines Umfeldes, wie z.B. Kita und Schule ist.
 
Die Unterstützung in der Hilfe für Familien von autistischen Kindern findet abhängig von der Hilfeplanung vor Ort in den Räumlichkeiten des Vereins und/oder im direkten Umfeld des Kindes statt. Die Arbeit schließt eine intensive Arbeit mit den Bezugspersonen des Kindes, sowie eine ausführliche Vor- und Nachbereitung ein, um eine inklusive Gestaltung des Sozialraumes gemeinsam zu gewährleisten.
 
Im schulischen Bereich der ergänzenden Förderung und Betreuung sowie ergänzende schulische Hilfe und Pflege, ist per Definition von Inklusion eine Begrenzung in der Platzzahl für autistische Kinder je nach den Gegebenheiten (Alter des Kindes, Vorbelastungen u. Ä.) Voraussetzung, bietet jedoch durch das entsprechend offene Konzept mit einem inklusiven Anspruch auch anderen Kindern die Möglichkeit, an diesem Angebot, das für Autisten barrierefrei gestaltet wird, teilzunehmen.
 
3. Räumliche und bauliche Voraussetzungen
 
Der Verein bietet Räumlichkeiten an den Standorten der Einrichtungen, sowie eigene Räume. Der Hauptsitz des Vereins in Mahlsdorf Süd dient für verschiedene Zwecke. Je nach Bedarf wird entsprechend der Vorgaben weiterer Raum angemietet bzw mit der Zeit ggf bei Bedarf erworben.
 
4. Zusätzliche Angebote
 
Zusätzlich ist der Verein Träger von Modellversuchen und Projekten zur inklusiven Beschulung von autistischen Kindern im Bildungsbereich.
 
5. Personal
 
Das Personal des Trägers kann aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, Heil- und Sozialpädagog_innen/Sozialarbeiter_innen (mind. mit B.A.-Abschluss), Rehabilitationspädagogen, sowie Erzieher_innen und Referenten des Peer-Supports gebildet werden.
 
6. Kooperation und Mitwirkung
 
Es besteht eine sehr enge Kooperation und Rückkopplung mit dem Vorstand des Vereins im Sinne von Partizipation der Interessenvertreter der Kinder, was als zentraler Aspekte der Arbeit des Vereins gilt. Hierfür werden Kontakte auf UN-Ebene, sowie Bundesebene gepflegt. Darüber hinaus kooperiert der Verein v. a. mit den begleitenden Fachkräften der Kinder (Diagnostizierende Psychiater) und kann auf die Ansprechpartner seines Spitzenverbandes, der AWO, zurückgreifen.
 
7. Dokumentationssystem
 
Entsprechend den festzulegenden Qualitätszielen und Schlüsselprozessen erfolgt die Dokumentation neben der inhaltlichen, kontinuierlichen Verlaufserfassung in Form von Entwicklungsberichten, sowie Protokollen von jedem Termin.
 
 
TEIL C - LEISTUNGSANGEBOT
 
1. Altersgruppe
 
Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 0-18 Jahren; ggf. fallen auch noch junge Erwachsene bis zum Alter von 21 Jahren unter die Zielgruppe (vgl. § 41, Abs. 1), sowie Erwachsene Familienmitglieder.
 
2. Zielgruppe, u. a. Aufnahme- und Ausschlusskriterien
  • autistische Kinder und Jugendliche
  • sowie die Familien der autistischen Kinder
  • Vertrauensverhältnis muss gegeben sein
  • Übereinkunft, sowie Zusammenarbeit zur inklusiven Sozialraumgestaltung
  • vor Beginn der Hilfe ist eine Bedarfsermittlung mit dem zuständigen Jugendamt bzw Schulamt/Schulaufsicht, der Familie und dem Verein notwendig
3. Pädagogische Aufgabe
 
a) Ziele
 
Das Hauptziel der Arbeit des Vereins White Unicorn e. V. ist es, Inklusion für Autisten jeglichen Alters in allen Lebensbereichen möglich zu machen. Barrierefreiheit steht in der Sozialraumgestaltung im Vordergrund. Im Einzelnen beinhaltet dieses Ziel vor allem im Sinne von Diversität, also Vielfalt, sowohl sensorischen (Neurodiversität), als auch sozialen und damit schlussendlich gesellschaftlichen Barrieren entgegenzuwirken (soziales Behinderungsmodell).
  • Werteorientierung im Sinne der Vielfalt/Diversität in der autistenfreundlichen Sozialraumgestaltung zur Regulierbarkeit von Barrieren
  • Ermöglichung einer gesunden Entwicklung (Stabilität, Resilienz) unter Wahrung der Bedürfnisse (Rahmenbedingungen, Ruhezustand)
  • respektvolle, wertschätzende Kommunikation in grenzwahrender Interaktion in einer Gemeinschaft (inkl. Rückzugsraum) mit der Möglichkeit zur Potentialentfaltung und Selbstbestimmung
  • Stärkung des familiären und gesellschaftlichen Umfeldes wodurch eine deutliche Entlastung aller Beteiligten erfahren wird
Alle individuell für die Kinder erarbeiteten pädagogischen ambulanten Angebote des Vereins, die sich nach dem Hilfeplangespräch im Einsatz als sinnvoll und notwendig heraus kristallisieren bieten demnach Unterstützung beim Hinwirken auf eine inklusive Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und berücksichtigen. Es gilt dem übergeordnet als Prinzip die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen zu erfassen, weshalb ein weiteres Ziel genannten Punkten hinzu zu fügen ist:
  • Peer Beratung durch erwachsene Autisten zur Erfassung der Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden
b) Pädagogisches Leitbild
 
Der Verein White Unicorn e. V. versteht Autismus (nach Walker 2015) als eine genetisch bedingte menschliche neurologische Variante. Autismus ist ein Entwicklungsphänomen, was bedeutet dass es im Mutterleib beginnt, es angeboren ist und während der gesamten Lebensdauer einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung auf verschiedenen Ebenen hat. Autismus verursacht charakteristische, untypische Arten des Denkens, der Bewegung, der Interaktion, sowie der sensorischen und kognitiven Verarbeitung.
 
Pathologische Betrachtungsweisen von Autisten, wie sie die derzeitigen Klassifikationsschemata zu Grunde legen, lehnt der Verein grundsätzlich ab. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Betrachtungsweise des Vereins darauf, dass Behinderung durch Barrierelast im Umfeld der Autisten entsteht und es von daher Barrierefreiheit bedarf, die einen sogenannten Ruhezustandes ermöglicht, was die Entwicklung von Resilienz (Widerstandsfähigkeit) und damit Lebensqualität fördert. Auf diesen Ruhezustand und damit auf die Entwicklung von Resilienz soll mit allen Angeboten des Vereins hingewirkt werden. Dieser steht im Zentrum unseres Verständnisses von Autisten. Aufgrund der derzeitig vorherrschenden Barrierelast für Autisten sind die Angebote in der Art und Weise konzeptioniert, dass einer bereits vorhandenen Traumatisierung durch entsprechende Methoden und die Gestaltung des Umfeldes entgegengewirkt werden kann, sowie eine gesunde Entwicklung unter Anerkennung der Verschiedenheit ermöglicht wird.
 
c) Fachliche Ausrichtung und methodische Grundlagen
 
Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Bedürfnisse der Autisten. In erster Linie geht es uns also darum, gemeinsam mit den Bezugspersonen ein autistenfreundliches Umfeld zu schaffen, um Raum für jegliche Entwicklung zu gewährleisten, durch Förderung eines Ruhezustandes sowie Selbstwirksamkeit. Hier gilt es sicher zu stellen, dass sich Resilienz bilden kann, was zum Pädagogischen und in der Hilfestellung auch im Therapeutischen begleitet wird. Als Anleitende im Sinne der Peer-Beratung ist es eine zentrale Aufgabe der erwachsenen Autisten, ein entsprechendes Verhalten und Agieren in der Gesellschaft vorzuleben und in der Interaktion mit Nicht-Autisten als Vorbild zu dienen. Dabei begleiten wir beraterisch sowohl die autistischen Kinder als auch deren Eltern, Lehrer und andere Bezugspersonen, wie auch die Einrichtungen, damit sie ihrem Bildungs- und Betreuungsauftrag nachkommen können.
 
Die Vermittlung von Empathie gegenüber den autistischen Kindern und Jugendlichen und Wissen über ihre dadurch bedingte Art der Wahrnehmung und zu sein setzt aus unserer Sicht schließlich Handlungssicherheit in Bezug auf die Erfüllung der Bedürfnisse des einzelnen Autisten vorraus. Besonders wichtig in unserer Arbeit ist uns deshalb, eine große Lebensnähe und Alltagsorientierung herzustellen, um Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention als uneingeschränkte Teilhabe und –nahme an allen Aktivitäten des menschlichen Lebens möglich zu machen. Grundsätzlich richten wir unsere Arbeitsweise nach den Grundsätzen des Potentialentfaltungsprinzips aus, das sehr deutlich das inklusive Gedankengut in sich trägt.
 
Aufgrund der Barrierelast, der die meisten Autisten ausgesetzt sind, gilt es v. a. in der Kommunikation einen besonders achtsamen Umgang zu pflegen, wie es in der gewaltfreien Kommunikation gegeben ist. Um die individuelle Kommunikationsweise entfalten zu können, ist eine barrieren-sensible, autistenfreundliche Umgebung Voraussetzung.
 
Die pädagogische Begleitung unterstützt:
  • Gewährung von begleiteten Hilfsmitteln (wie z.B. Fernschulmaterial, Assistenzhund,...)
  • Gestaltung pädagogischer Architektur sowie anderer Barriereabbauenden Maßnahmen im Sozialraum
Die Betreuung beinhaltet die Methodik nach folgenden Förderkonzepten (siehe Links zu den Stichworten):
d) Vernetzung/Umweltorientierung
 
Die individuellen Lebenswelten des Kindes sowie der Familien ist für uns vorrangig zu betrachten und unter inklusiven Grundsätzen anzuschauen.
 
4. Dauer unter besonderer Maßgabe des § 36 SGB VIII )
 
Viele autistische Kinder leiden bereits jetzt unter den Folgen von Barrierelast. Es kann nur individuell betrachtet werden, wie lange ein jedes Kind dafür benötigt, um sich von den Folgen erholen und wieder ein aktiver Teil der Gemeinschaft werden zu können. Grundsätzlich ist jedoch davon auszugehen, dass solche Prozesse längerfristig anzulegen sind. Es sollte aber individuell entschieden werden wie lange eine Hilfe zeitlich angelegt werden soll.
 
5. Leistungen
 
a) Inhalte, Umfang und Struktur der Leistung (Beschreibung der Betreuung, Förderung oder andere Hilfeleistungen, Platzzahl, Gruppengröße)
 
Durch den Einsatz von Hilfen durch White Unicorn e. V. soll die Barrierelast, die auf das autistische Kind einwirkt, soweit als möglich reduziert werden, damit ein sogenannter Ruhezustand erreicht und das Stresslevel gesenkt werden, sowie sich damit Widerstandskraft entwickeln kann. Dadurch können Handlungskompetenzen erworben werden, die für ein selbstbestimmtes Leben von Nutzen sind.
 
Zentrale Aspekte dafür sind:
  • Umsetzung von inklusivem Gedankengut in allen Lebensbereichen des Kindes
  • Gestaltung eines autistenfreundlichen Umfeldes, um z. B. Kommunikation sowie das Potential individuell zu entfalten
  • Stärkung der Elternrolle und Erweiterung der elterlichen Kompetenzen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des autistischen Kindes
  • Reduzierung von Ängsten und Belastungstraumata durch entsprechende Angebote
  • Bereitstellung von Hilfsmitteln und Begleitung der Entwicklung einer Pädagogischen Architektur in Bildungseinrichtungen
  • Stärkung der Persönlichkeit und Vermittlung eines autistischen Selbstverständnisses durch die Rückkopplung mit erwachsenen Autisten
Die Hilfen sollten flexibel je nach Bedarf und Schwere der Thematik eingesetzt und gestaltet, sowie entsprechend durch eine individuelle Hilfeplanung festgeschrieben werden.
 
b) Personelle Ausstattung (Stellenzahl, Qualifikation)
 
Die Angebote über die Jugendhilfe werden von Pädagog_innen (mind. mit B.A.-Abschluss), Therapeut_innen und Erzieher_innen mit entsprechender fachlicher Ausrichtung und der grundlegenden Fähigkeit, mit den Autisten als Mitglied des Interessenverbandes im Sinne des Peer Counseling zusammenarbeiten zu wollen, umgesetzt werden. Darüber hinaus bedarf es dem Wunsch nach beständiger Fort- und Weiterbildung, die durch den Träger unterstützt werden.
 
c) Betriebsnotwendige Anlagen und Investitionen, sächliche Ausstattung, Standort, räumliche Gegebenheiten
 
Die Angebote finden entweder ambulant im direkten Umfeld des Kindes, über Fernunterlagen, Fernschriftliche Kommunikation, Telepräsenz und/oder in den Räumlichkeiten vom White Unicorn e.V. statt.
 
d) Supervision, Beratung, Fortbildung
 
Intern
 
Durch die Qualifikationen der pädagogischen Leitung, sowie des Peer Counselings durch die erwachsenen Autisten sind die interne Supervision und das Coaching der zukünftigen Mitarbeiter_innen gewährleistet. Darüber hinaus werden regelmäßige Teambesprechungen, kollegiale Beratung, sowie interne Weiterbildungen dazu beitragen, die Mitarbeiter_innen fortwährend in ihrer Arbeit zu qualifizieren.
 
Extern
 
Selbstreflexion im Hinblick auf die eigene Arbeit zu schulen und Entlastung zu finden wird durch externe Begleitung der Mitarbeiter gewährleistet. Fortbildungen werden mit den Mitarbeitern abgestimmt, sind zur Qualitätssicherung allerdings fester Bestandteil dieser.
 
e) Dokumentation
  • detaillierte, ausführliche Vorbereitung
  • kontinuierliche Dokumentation und Überprüfung
  • Reflexion von Prozessen und Anpassung
  • Aufbereitung und Erarbeitung von Handlungsstrategien
  • Erstellung von Entwicklungsberichten
 
TEIL D - QUALITÄTSENTWICKLUNG DES LEISTUNGSANGEBOTES
 
Entwicklung von Prozessqualität beginnt anhand des Aufnahmeverfahrens/Beginn der Hilfe. Ziel Transparente Darstellung des Angebotes, sodass Eltern, Kinder und Jugendliche und Institutionen dies als adäquate Hilfe für sich erkennen und wahrnehmen möchten. Umfassende Informationsvermittlung für Eltern einschließlich Vermittlung des Kontaktes zum Jugendamt, damit die Hilfe zeitnah beginnen kann.
  • Eigenmotivation der Eltern, sich um das Angebot zu bemühen
  • Kind- Umfeldanalyse, um sicherzustellen, dass das Angebot fallangemessen ist
  • Sicherstellung der personellen und räumlichen Kapazitäten Kriterien für die Zielerreichung
  • Die Eltern formulieren den eindeutigen Bedarf gegenüber dem zuständigen Jugendamt
  • Eltern, Kinder und Jugendliche können sich mit dem Angebot identifizieren
  • Die vereinbarten Zeitziele werden erreicht
Die Entwicklung von Strukturqualität erfolgt anhand Sicherstellung der Kontinuität der Betreuung. Ziel Sicherstellung der Kontinuität der Betreuung Maßnahmen und Verfahren zur Zielerreichung:
  • Keine Fluktuation der Fachkräfte, d. h. Sicherstellung, dass eine Person die Kontinuität gewährleistet
  • Festgelegte Termine Kriterien für die Zielerreichung
  • Nachweisbar dokumentierte Termine
  • Qualifikationsnachweis entsprechend der vereinbarten personellen Ausstattung
Entwicklung von Ergebnisqualität bezogen auf die in der Leistungsbeschreibung vereinbarten Ziele. Die mit der Hilfeplanung erwünschten Ziele werden in dem vereinbarten Zeitraum erreicht. Entwicklungs- und Veränderungsprozesse bei den Kindern und Jugendlichen werden im laufenden Hilfeprozess berücksichtigt.
 
Maßnahmen und Verfahren zur Zielerreichung
  • Beteiligung der Eltern, Kinder und Jugendlichen bei der Hilfegestaltung in geeigneter Weise
  • Dokumentation des Fallverlaufes und des Arbeitsprozesses (Hilfsmittel und Barriereabbau im Sozialraum)
  • Regelmäßige Reflexion von Fallverläufen und Prozessen sowohl trägerintern als auch mit dem zuständigen Jugendamt
Kriterien für die Zielerreichung
  • Evaluation und Statistiken zu den Kindern/Jugendlichen und ihren Familien
  • Stabile Annahme des Angebotes vs. Fluktuation und Abbruch
  • Rückgang von Ängsten und Überlastung
  • Entwicklung von Resilienz im Ruhezustand durch Barrierefreiheit

 


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