White Unicorn e.V.




White Unicorn e.V.

Schulmodelle - Inklusion an Regelschulen
(staatl. Schulen mit Einzugsgebiet)
 
“Der Autismus an sich ist keine Hölle. Die Hölle entsteht erst durch eine Gesellschaft, die sich weigert, Menschen zu akzeptieren, die anders sind als die Norm oder diese Menschen zur Anpassung zwingen will." (O'Neill 2001, S. 71)
 
Durch professionelle Projektplanung im Sinne einer guten gesunden Schule (Nieskens 2006), kann barrieresensible Schulgestaltung gelingen, in der die Normalitätsideologie (Kastl 2010, S. 51-55 ) kritisch betrachtet wird. Barrieren werden hierbei abgebaut, bzw zumindest regulierbar gestaltet (Hinz 2009, S. 179). Co-Teams  aus Referenten des Peer-Support und Inklusions-Assistenten begleiteten die Module. Sie ermöglichen, dass die autistischen Kinder in ihrem Selbstkonzept als solche gestärkt werden, da eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit gelebt wird.
 
Im Sinne einer starken Schulentwicklung, die konsistent Wissen und Kenntnisse aus der Forschung zusammen trägt (Moser und Deppe-Wolfinger 2013, S.8), kann die Bekenntnis zu inklusiven Prinzipien (Werning 2013, S. 51) in der Realisierung gelingen. Selbstbestimmung und Empowerment steht hier in den primären Sozialisationsprozessen im Vordergrund. (Waldschmidt 2005, S. 13, Schirbort et al. 2011, 169 f.) 
 
Inklusions-Assistenz
 
Ein Team wird aufgebaut, wenn der entsprechende Bedarf gegeben ist, welches die Leistungen der Module des White Unicorn e.V. umsetzt. Die fachliche Kompetenz richtet sich nach den Rahmenverträgen und rechtlichen Grundlagen der jeweiligen Länder aus. Die Ruhe- und Bewegungsbedürftigen Kinder der Schule werden in den Lernräumen der Stille, sowie in bei der Nutzung von Hilfsmitteln wie dem Fernschulkurs, Telepräsenzsystem und Assistenzhunden durch das Co-Team begleitet.

Aufgabengebiete der Pädagogen

Anforderungen 

Insbesondere für die Begleitung der Hilfsmittel

In den Modulen wird die Sprache des sonderpädagogischen Förderbedarfs im Denken und Handeln vermiden. Es werden die Barrieren abgebaut (UN-BRK 2009) die das Lernen und Teilhabe behindern. (Hinz 2009, S. 179) sowie in den Modulen Hilfsmittel bereit gestellt z.B. ein Telepräsenzsystem.
 

Literaturverzeichnis

Hinz, Andreas (2009): Inklusive Pädagogik in der Schule, Zeitschrift f. Heilpädagogik 60 (5), S. 171–179.
Kastl, Jörg Michael (2010): Einführung in die Soziologie der Behinderung. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. Online verfügbar unter http://dx.doi.org/10.1007/978-3-531-92314-7.
Moser, Vera, Marina Egger (Hrsg.) (2017): Inklusion und Schulentwicklung, Konzepte, Instrumente, Befunde
Moser, Vera (Hg.) (2013): Die inklusive Schule. Standards für die Umsetzung. 2. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer.
Nieskens, Birgit (2006): Entwicklung einer gesunden Schule durch Projektmanagement
O'Neill, Jasmine Lee (2001): Autismus von Innen. Nachrichten aus einer verborgenen Welt.
Schirbort, Kerstin; Schubert, Michael; Kulig, Wolfram (Hg.) (2011): Empowerment behinderter Menschen. Theorien, Konzepte, Best-Practice. Stuttgart: Kohlhammer (Heil- und Sonderpädagogik).
UN-BRK, https://www.behindertenrechtskonvention.info/
Waldschmidt, Anne (2005 (1)): Disability Studies: Individuelles, soziales und/oder kulturelles Modell von Behinderung? In: Clemens Dannenbeck und Claudia Franziska Bruner (Hg.): Psychologie & Gesellschaftskritik. 29. Jahrgang, 29. Jahrgang, Nr 113, 2005, Heft 1. 29. Jahrgang. Gießen: Psychosozial-Verlag (113), S. 9–31.
Walker, Nick (2015): Die wirklichen Experten
Werning, Rolf (2013): Inklusive Schulentwicklung. In: Vera Moser und Helga Deppe-Wolfinger (Hg.): Die inklusive Schule. Standards für die Umsetzung. 2. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer, S. 49–61.
 

 


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