White Unicorn e.V.




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Wir sind Autisten – das ist gut so
Pressemitteilung von: White Unicorn e.V. / Autor: Stephanie Fuhrmann
 
Berlin (red) – Heute am 18.06.2020 begeht der White Unicorn e.V. wieder den internationalen Autistic-Pride-Day.
 
Wir wollen nicht an Barrieren zerbrechen
 
Es ist eine Entscheidung im Leben der Autisten, die schwerwiegend ist. So zu tun, als gäbe es keine Barrieren hat gravierende Folgen. Normal zu wirken bedeutet für Viele, dass sie an den Barrieren zerbrechen. Und das wollen viele Autisten nicht oder nicht mehr.
 
Kathrein Döhring, Mitglied des White Unicorn e.V. sagt: "erlaube Dir, dass Du die Welt anders wahrnimmst - das stimmt besonders in einem Punkt. Ich bin es leid, mich als Opfer der Umstände hinstellen zu müssen um endlich ernst genommen zu werden.“
 
So geht es vielen Autisten. Sie wollen keine Masken mehr tragen müssen, so zu tun, als wären sie Nicht-Autisten. Es ist die Entscheidung für ein gesünderes, sich Selbst gegenüber achtsames Leben.
 
Enthindert leben, als Autist
 
Viele Autisten lernen im Laufe ihres Lebens, wie sie ihr Leben für sie Selbst auch gesund gestalten können. Der Zusammenbruch „Shutdown“, der Rückzug ins Schweigen oder „Meltdwon“, der meist sehr lautstark mitgeteilte Zusammenbruch unter bestimmten Umständen oder auch bereits die Überlastung, genannt „Overload“, werden durch äußere Umstände ausgelöst. Es sind also umweltbedingte Mechanismen, die dazu führen.
 
Werden diese Störfaktoren wie z.B. Ungewolltes zu Nah kommen, zu viele oder zu laute Geräusche,  oder auch zu viele und zu schnelle Veränderungen in der gewohnten Umgebung selbstverständlich beachtet, kann das Leben vernünftig gestaltet werden. 
 
Unter solchen Bedingungen tritt auch eine Überlastung gar nicht erst ein. Sie wird vorausschauend vermieden und ein ruhiges Leben ist als Autist wie jedem anderen auch gut möglich. Nur die Lebensbedingungen sind ein wenig anders. Barrieren-regulierbar oder frei eben. Behinderung ist vermeidbar. Enthinderung ist möglich.
 
Es gehört viel Mut dazu sich zu outen
 
Kathrein Döhring betont den Mut den es benötigt sich zu outen und dazu zu stehen Autist zu sein: „Mir persönlich war aber vorallem wichtig, zu betonen dass es einen auch zerbrechen lässt immer sagen zu müssen dass man etwas nicht kann um eventuell gehört zu werden.“ 
 
Es schadet dem Selbstwertgefühl immens, wenn ein Leben in Achtung und Würde nicht selbstverständlich ist. „Es gehört so viel Mut dazu, die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Ich will keine Masken tragen und mich entgegen meines Körpers und Psyche verstellen müssen, nur weil es die Gesellschaft so verlangt. Mir ist es wichtig, dass mein Wille nach einem würdevollen Leben gehört wird, ohne dass ich dafür wimmern und betteln muss." sagt die Autistin abschließend.
 
White Unicorn e.V.
Hultschiner Damm 148
12623 Berlin
www.white-unicorn.org
Pressekontakt: 
Sarah Adelmann unter info@white-unicorn.org 
 
 
 

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